Mediendidaktik

Mediendidaktik · 10. September 2019
Die Menschen der Infosphäre werden durch künstliche Begleiter, die den Zugang zur einer beinahe unendlichen Spähre der Information eröffnen, in einen Zustand der kognitiven Kopplung versetzt. Alle intentionalen Aktivitäten mit den künstlichen Begleitern (Denken Sie sich hier das Smartphone als herausragendes Phänomen der Gegenwart) führen zu einer Erweiterung meiner Kognition.

Mediendidaktik · 01. September 2019
Zuletzt las ich "Die 4. Revolution" von Luciano Floridi. Ein hervorragendes Buch, das zeigt, welche Kraft die philosophische Durchdringung eines Gegenstandes entfalten kann. Der Gegenstand ist die beobachtete Digitalisierung der fortschrittlichen Industriegesellschaften, die sich zu Informationsgesellschaften weiterentwickelt haben. Warum die „4. Revolution“? Für die vierte Revolution steht laut Floridi der Name Alan Turing und die mit ihm verbundene Maschine.

Mediendidaktik · 22. Mai 2019
Die Aufgabe könnte kaum größer sein: Die Philosophen und Philosophinnen wollen der Welt nichts weniger erzählen als das, dass die Welt nicht in eine mediale und nicht-mediale zerfällt, sondern Welt grundsätzlich als mediale zu verstehen ist. Darüber hinaus muss akzeptiert werden, dass das Buch nicht das Leitmedium dieser Gesellschaft ist. 'Ein Buch ist ein Medium - ebenso wie das Online-Spiel. Es ist per se nicht besser oder schlechter als ein Computerspiel - es ist zunächst nur medial anders'.

Mediendidaktik · 26. April 2019
Alle, die sich mit der Matrix-Legende auseinandersetzen, spielen die Thematik weiter und verspiegeln sie. Zusammen mit den Spiegeln des Films und den Spiegeln unserer urbanen Architektur kommen wir hier zu einem methodischen Vorschlag: Bleiben wir möglichst lange im Wunderland der Spiegelwelt! Hier können wir interpretieren und deuten, auf Texte und Hinweise anderer Autoren und Philosophen verweisen, die das Matrix-Universum aufhellen. Erst zum Schluss kann und soll das Deutungsergebnis ...

Mediendidaktik · 23. April 2019
Ohne Smartphone-Revolution keine (R)-Evolution des Schreibens, die von manchen nach wie vor als Untergang der Kultur via Sprachverfall gedeutet wird. Aber genau so wenig wie Kultur untergeht, genau so wenig geht Sprache unter. Mit von Gehlen (Das Pragmatismus-Prinzip) darf man wohl sagen: Kultur und Sprache gehen nicht unter sondern weiter! Die Emojis sind eben nicht nur vereinfachende, das Denken simplifizierende Zeichen, sondern es sind Zeichen, die ...

Mediendidaktik · 21. April 2019
Monologe und Dialoge: Der gute Terminator und ohn Connor führen im zweiten Film Dialoge, die zentrale Botschaften an das Publikum enthalten. Sie sind objektiv reaktionär und entfalten ihre Wirkung dadurch, dass sie die wenigen langsam-entspannenden Passagen des Films ausmachen, in denen sich die Zuschauer und Zuschauerinnen von der Trick- und Pyrotechnik erholen. (Im Anschluss an den Artikel folgt eine Einordnung von heute, April 2019).

Mediendidaktik · 19. März 2019
Hier ein Hinweis (auch) in eigener Sache. Erschienen ist Ethik und Unterricht 1/19. Hier findet man viele interessante Unterrichtsideen zum Unterricht mit digitalen Medien in Ethik, Praktische Philosophie und Philosophie. Einen kleinen Beitrag durfte ich beisteuern. Eine Kollege hat den Drucklegungsvorgang wie folgt beschrieben ...

Mediendidaktik · 19. März 2019
Ich möchte gerne auf dem Blog testen, inwiefern das Padlet "live" aktualisiert wird und ob die Interaktion zwischen internen und "externen" Teilnehmern funktioniert. Die Externen können per QR-Code einsteigen ...

Mediendidaktik · 15. März 2019
Tatsächlich ist ‚digital‘ die adjektivische Ableitung von digitus (Finger), und meint also „zum Finger gehörig“. Wegen der Eigenschaft der Finger, die zum Zählen verwendet wurden / werden, bedeutete ‚digitus‘ im Lateinischen auch ‚Ziffer‘. Diese Bedeutung, digital = Ziffer wird hier die zentrale Klammer für den Gedankengang. Als informationstechnische Basisvorstellung definieren wir mit Hartmann, unter ‚digital‘ ‚zwei schaltbare Positionen oder ein Bit (binary digit) an Information‘ zu verstehen

Mediendidaktik · 03. März 2019
In der Warenästhetik spiegelt sich die Qualität kapitalistischer Produktionsweise. Bezogen auf TERMINATOR 2 diejenige Qualität, wie sich am Ende der 80-er Jahre nach der schmutzigen, militärisch determinierten Boomphase der reagonomischen Dekabe darstellt. TERMINATOR 2 ist offenbar die erste Ware der Kulturindustrie, in der der Gebrauchswertschein den Gebrauchswert absolut bestimmt.

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