Mediendidaktik

Mediendidaktik · 22. Mai 2019
Die Aufgabe könnte kaum größer sein: Die Philosophen und Philosophinnen wollen der Welt nichts weniger erzählen als das, dass die Welt nicht in eine mediale und nicht-mediale zerfällt, sondern Welt grundsätzlich als mediale zu verstehen ist. Darüber hinaus muss akzeptiert werden, dass das Buch nicht das Leitmedium dieser Gesellschaft ist. 'Ein Buch ist ein Medium - ebenso wie das Online-Spiel. Es ist per se nicht besser oder schlechter als ein Computerspiel - es ist zunächst nur medial anders'.

Mediendidaktik · 26. April 2019
Alle, die sich mit der Matrix-Legende auseinandersetzen, spielen die Thematik weiter und verspiegeln sie. Zusammen mit den Spiegeln des Films und den Spiegeln unserer urbanen Architektur kommen wir hier zu einem methodischen Vorschlag: Bleiben wir möglichst lange im Wunderland der Spiegelwelt! Hier können wir interpretieren und deuten, auf Texte und Hinweise anderer Autoren und Philosophen verweisen, die das Matrix-Universum aufhellen. Erst zum Schluss kann und soll das Deutungsergebnis ...

Mediendidaktik · 23. April 2019
Ohne Smartphone-Revolution keine (R)-Evolution des Schreibens, die von manchen nach wie vor als Untergang der Kultur via Sprachverfall gedeutet wird. Aber genau so wenig wie Kultur untergeht, genau so wenig geht Sprache unter. Mit von Gehlen (Das Pragmatismus-Prinzip) darf man wohl sagen: Kultur und Sprache gehen nicht unter sondern weiter! Die Emojis sind eben nicht nur vereinfachende, das Denken simplifizierende Zeichen, sondern es sind Zeichen, die ...

Mediendidaktik · 21. April 2019
Monologe und Dialoge: Der gute Terminator und ohn Connor führen im zweiten Film Dialoge, die zentrale Botschaften an das Publikum enthalten. Sie sind objektiv reaktionär und entfalten ihre Wirkung dadurch, dass sie die wenigen langsam-entspannenden Passagen des Films ausmachen, in denen sich die Zuschauer und Zuschauerinnen von der Trick- und Pyrotechnik erholen. (Im Anschluss an den Artikel folgt eine Einordnung von heute, April 2019).

Mediendidaktik · 19. März 2019
Hier ein Hinweis (auch) in eigener Sache. Erschienen ist Ethik und Unterricht 1/19. Hier findet man viele interessante Unterrichtsideen zum Unterricht mit digitalen Medien in Ethik, Praktische Philosophie und Philosophie. Einen kleinen Beitrag durfte ich beisteuern. Eine Kollege hat den Drucklegungsvorgang wie folgt beschrieben ...

Mediendidaktik · 19. März 2019
Ich möchte gerne auf dem Blog testen, inwiefern das Padlet "live" aktualisiert wird und ob die Interaktion zwischen internen und "externen" Teilnehmern funktioniert. Die Externen können per QR-Code einsteigen ...

Mediendidaktik · 15. März 2019
Tatsächlich ist ‚digital‘ die adjektivische Ableitung von digitus (Finger), und meint also „zum Finger gehörig“. Wegen der Eigenschaft der Finger, die zum Zählen verwendet wurden / werden, bedeutete ‚digitus‘ im Lateinischen auch ‚Ziffer‘. Diese Bedeutung, digital = Ziffer wird hier die zentrale Klammer für den Gedankengang. Als informationstechnische Basisvorstellung definieren wir mit Hartmann, unter ‚digital‘ ‚zwei schaltbare Positionen oder ein Bit (binary digit) an Information‘ zu verstehen

Mediendidaktik · 03. März 2019
In der Warenästhetik spiegelt sich die Qualität kapitalistischer Produktionsweise. Bezogen auf TERMINATOR 2 diejenige Qualität, wie sich am Ende der 80-er Jahre nach der schmutzigen, militärisch determinierten Boomphase der reagonomischen Dekabe darstellt. TERMINATOR 2 ist offenbar die erste Ware der Kulturindustrie, in der der Gebrauchswertschein den Gebrauchswert absolut bestimmt.

Mediendidaktik · 17. Februar 2019
Sarah Connors Motto "no fate" - scheinbar antimystisch und aufklärerisch besetzt, wird im Film re-mystifiziert. "No fate" gilt nur für den Anführer-Gott des Jahres 2029, der einen Engel in das Jahr 1984 zurücksenden kann, um sich selbst zeugen zu lassen, der als personalisierte Apotheose zur Selbstreproduktion fähig ist. Subjektiv-idealistische Vorstellungen von Gott wurden erst in einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft möglich. Die Ideen der Menschen erschienen als ...

Mediendidaktik · 16. Februar 2019
Hatte noch Feyerabend mit "Alles geht!" die Postmoderne eingeleitet, feiert dieselbe seitdem sie im 386er Mikroprozessor ff. ihre materielle Basis gefunden hat, ein "Alles geht nebeneinander!" Die "Alles geht"-Revolution im Kino fand aber schon im Jahre 95 a.D. der Kinogeschichte statt. Mit TERMINATOR 2 - JUDGEMENT DAY etablierte sich die Verbindung von Film und Computer. Eine Filmfigur konnte nun von einer Gestalt in eine beliebig andere verwandelt werden - die Morphing-Technik ...